Verein zur Förderung Sächsischer Schmalspurbahnen e.V..


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Sächsische I K

 

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Die I K als erste Gattung sächsischer Schmalspurbahnlokomotiven

Mit der Eröffnung der ersten Strecke zwischen Wilkau und Kirchberg in Westsachsen und vieler weiterer Strecken wurden Fahrzeuge benötigt, die speziell auf die Erfordernisse der Schmalspurbahnen ausgelegt waren.

Die Königlich Sächsische Staatseisenbahn beschaffte 1881 bis 1892 insgesamt 39 Lokomotiven der I K, die von der Chemnitzer Firma Sächsische Maschinenfabrik (vorm. Richard Hartmann AG) gebaut wurde. Fünf Lokomotiven gingen zunächst an die private Eisenbahngesellschaft der Zittau-Oybin-Johnsdorfer Bahn (ZOJE), die 1906 vom sächsischen Staat übernommen wurde.
Diese Fahrzeugreihe erhielt über den Beschaffungszeitraum hinweg mehrere Modifizierungen, auf die an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden soll.

Diese Lokomotive war ein technisch interessantes Eisenbahnfahrzeug, ein wichtiger Zeitzeuge der Entwicklung des sächs. Schmalspurbahnnetzes und ein überzeugendes Produkt der damals schon sehr gut entwickelten sächsischen Metall-industrie, insbesondere des Maschinenbaus in der Region in und um Chemnitz.

(Bildnachweis: Schmalspuralbum Sachsen/Team Neidhardt)

   


Schienenfahrzeugbau
Eine sächsische Spezialität


Die Entwicklung des dichten Eisenbahnnetzes im Königreich Sachsen trug wesentlich zum Wachsen eines Industriezweiges bei, der das Zeitalter der Industriali-sierung prägte: der Lokomotiv- und Maschinenbau.
Bereits zwischen 1830 und 1850 entstanden an mehreren Orten in Sachsen Unternehmen, die in kurzer Zeit das europäische Niveau bestimmten und in der Folgezeit eine beeindruckende Entwicklung aufweisen konnten. Vor allen anderen ist hier der sächsische „Lokomotivkönig“ Richard Hartmann in Chemnitz zu nennen. 1857 arbeiteten dort bereits 1.500 Menschen. Eine Fertigungs-halle für gleichzeitig 36 Lokomotiven entstand bereits 1868, ab 1881 kam auch die I K von dort. Der Schienen-fahrzeugbau entwickelte sich in dieser Zeit jedoch genauso in Bautzen, Görlitz, Niesky und Werdau.

Noch heute gibt es zahlreiche Unternehmen, die sich dem Schienenfahrzeugbau verschrieben haben, wie die Werke von Bombardier in Görlitz und Bautzen oder auch die DB Waggonbau Niesky GmbH. Die I K wird dort nicht gebaut, dafür aber hochmoderne Fahrzeuge für die deutschen Bahnen und den Export. Auch der Maschinenbau, die Gießereien und die Metallverarbeitung trugen mit der Produktion von Werkzeugmaschinen oder der Fertigung von Teilen, wie Kesseln, Federn und Gusserzeugnissen zum Gedeihen des sächs. Schienenfahrzeugbaus bei.

Beginnend im Jahr 2006 soll mit dem Wissen und Können der heutigen Zeit das Ziel einer „neuen“ I K verwirklicht werden. Unser Partner für die Fertigung der Lokomotive ist das Dampflokwerk in Meiningen.